Ein Jahr Berufsverbot – so lautet das Urteil gegen den Arzt Dr. Benoît Ochs. Die Vertreter des “Collège médical” sahen es als erwiesen an, dass der Arzt letztlich für sein Handeln verantwortlich ist.

Eigentlich hatte der Arzt aus Junglinster Benoît Ochs ein ruhiges Händchen. Doch dann kam Corona. Als Arzt stellte er in der Pandemie die Corona-Regeln vom Gesundheitsministerium infrage – zum Wohle seiner Patienten, wie er behauptet. Dadurch geriet Dr. Ochs mit der Ärztekammer aneinander, die ihm Verstöße gegen die Corona-Regeln und Berufsordnung vorwirft.
Die luxemburgische Ärztekammer zeigte den Arzt wegen Gesetzesüberschreitungen an. In Arztpraxen müsse die politische Neutralität gewahrt bleiben, hatte die Ärztekammer erklärt. Im Juni 2021 musste Dr. Ochs sich vor der Disziplinarkommission der Ärztekammer vor Gericht verteidigen. Die Vertreter des „Collège médical“ forderten ein Jahr Berufsverbot.
In der Pandemiebekämpfung stand der Arzt den Corona-Regeln kritisch gegenüber. Trotz der hohen Infektionszahlen lehnte Dr. Benoît Ochs die Auflagen der Corona-Verordnungen ab. Er ging noch weiter und pflegte seine Klientel auf seine Art. Doch die Ärztekammer hat für Berufskollegen, die Corona mit einer Grippe vergleichen oder den Mund-Nasen-Schutz sowie andere Schutzmaßnahmen ablehnen, wenig Verständnis. Ärztinnen und Ärzte müssten ihre Tätigkeit an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten sowie den Infektionsschutz und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen in der Praxis umsetzen. Für die Ärztekammer hat ein Arzt immer noch die Pflicht sich an die Gesetze zu halten. Der Arzt habe ganz klar gegen die Bemühungen das Virus einzudämmen, verstoßen.

Im Interview sagte Rechtsanwalt Christian Bock:

« L’affaire a été utilisée par le conseil medical … »