Geldstrafen für Freimaurer


Im Prozess gegen den Ex-Freimaurer Jean Schleich und seine beiden Söhne hat die 12. Strafkammer des Bezirksgerichts Luxemburg am Donnerstag ihr Urteil verkündet.

Der Hauptangeklagte Jean Schleich wurde wegen Vertrauensbruchs zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Die Mitangeklagten Söhne, erhielten jeweils eine Geldstrafe von 5000 Euro. Im Gerichtsprozess hatte die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von 36 Monaten für Jean Schleich gefordert und jeweils 18 Monate auf Bewährung für die zwei Mitangeklagten. Die drei Beschuldigten müssen den Freimaurern 1107 Aktien zurückgeben und zusätzlich 50.000 Euro Anwaltskosten der Freimaurer übernehmen. Ein Anspruch auf Entschädigung für den erlittenen moralischen Schaden wurde vom Gericht nicht eingeräumt. Die „saisie immobilière“ von drei Häusern wurde aufgehoben.

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Die Beschuldigten haben vierzig Tage Zeit gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Seine Logenbrüder konnten ihm das nicht verzeihen

Der Fall hatte aufgrund seiner Vorgeschichte für erhebliche Aufsehen gesorgt. Jean Schleich, ein ehemaliger Freimaurer, und seine beiden Söhne sollen Wertpapiere der Firma SACEC, einer Immobilienfirma der Grande Lodge, (laut Staatsanwaltschaft) gestohlen haben. Es handelt sich um insgesamt 1107 Aktien der Firma SACEC. Jean Schleich brachte laut Staatsanwaltschaft die Aktien nach Liechtenstein, wo er eine Stiftung für wohltätige Zwecke gründete. Der Wert der Aktien liegt im Millionenbereich. Wegen dem vielen Geld sprachen einige von einem “Monni an Amerika”.

Einer der Verteidiger der Freimaurer, Me François Prum sprach in seinem Plädoyer sogar von Verrat. Die Freimaurer waren außer sich. Jean Schleich hatte sie belogen. Das konnten seine Logenbrüder ihm nicht verzeihen.

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